CHINA – BEIJING: being a hard-core tourist for 52 hours

CHINA – PEKING: 52 Stunden Hard-Core Tourist

Bei meinem Wiedersehen im Jänner mit Sarah & Matt, meinen lieben Freunden aus den USA, in Thailand hatten die beiden mir vom Start ihrer Asienreise in Peking erzählt.

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Generell benötigt man vor der Einreise nach China ein Visum, nicht jedoch bei einem Aufenthalt von maximal 72 Stunden und dem Weiterflug in ein Drittland.

Tja, nachdem ich also diese Info erhalten hatte und die beiden mir von ihrem Besuch bei der Chinesischen Mauer und der Verbotenen Stadt erzählt haben, habe ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, diese auch zu sehen. Ich hatte Hong Kong als letzten Stopp vor meiner Heimreise angepeilt. Nach eingehender Recherche von Google-Maps, Einreisebestimmungen und möglichen Flugrouten war für mich klar – diese Chance lasse ich mir nicht entgehen!

Somit habe ich also nach meinem Kurzaufenthalt in Hong Kong einen noch kürzeren Stopp in China eingelegt. Auf Grund meiner Flugbuchungen war meine Zeit in Peking bereits auf knappe 54 Stunden beschränkt, wurde jedoch nochmals verkürzt, da mein Flug von Hong Kong nach Peking 2 Stunden Verspätung hatte. Natürlich war ich nicht gerade erfreut, als ich diese Verspätung auf den Monitoren am Flughafen in Hong Kong gesehen hatte, jedoch war ich bis dato ja von Flugverspätungen – mit Ausnahme von beiden Abflügen aus Kathmandu – verschont geblieben.

Nachdem das Flugzeug erst um 23Uhr in Peking gelandet ist, musste ich mich zuerst einmal um mein Transitvisum kümmern. Und siehe da, sobald ich beim richtigen Schalter war, ging das ganze Prozedere ziemlich schnell und zu meiner Überraschung habe ich sogar ein Visum für 144 Stunden bekommen!

Auf Grund der verspäteten Ankunft konnte ich nicht mehr wie geplant mit der U-Bahn ins Stadtzentrum zu meiner Unterkunft fahren. Ein freundlicher junger Mann hätte mir daraufhin ein Taxi um € 60,- angeboten und meinte, dass dies die einzige Möglichkeit wäre, um diese Uhrzeit in die Stadt zu gelangen. Schockiert von diesem Preis habe ich dankend abgelehnt, denn ich war überzeugt, dass es auch günstiger möglich wäre – auch um diese Uhrzeit. Kurze Zeit später und außerhalb vom Flughafengebäude habe ich einen öffentlichen Bus gefunden, der mich um € 4,- in der Stadt abgesetzt hat – nur 20 Gehminuten von meinem Hostel entfernt. Gegen 3Uhr war ich dann endlich geduscht und hundemüde im Bett.

Lange konnte ich jedoch nicht wirklich schlafen, da ich mich nur wenige Stunden später auf den Weg zur Chinesischen Mauer gemacht habe. Diese ist ja gesamt ca. 21.196km lang und kann an mehreren Abschnitten besichtigt werden. Von Peking aus ist Badaling der nächstgelegene Abschnitt und ist daher beliebt bei vielen Tourbussen und dementsprechend mit Menschenmassen überfüllt. Mutianyu ist ein weiterer Abschnitt, ca. 70km vom Stadtzentrum entfernt, jedoch nicht direkt von Peking zu erreichen. Daher ist Mutianyu nicht so überlaufen, da sich viele nicht die mühe machen wollen und vom Busbahnhof aus 2 verschiedene Busse nehmen wollen.

Mir war die fast 3 stündige Anreise recht, da ich einerseits die Wegbeschreibung vorab in mehreren Blogbeiträgen studiert und Screenshots gemacht hatte, andererseits jedoch auch noch ein wenig Schlaf nachholen konnte 🙂

An der zweiten Bushaltestelle habe ich Jenny & Adam aus Canada kennengelernt, die ebenfalls am Weg nach Mutianyu waren und mit denen ich den restlichen Tag verbracht habe.

Um zur Mauer hochzukommen kann man entweder die Gondelbahn oder einen Sessellift nehmen – wir haben uns für den etwas in die Jahre gekommenen Sessellift entschieden.

Oben angekommen war ich kurz mal sprachlos, da ich tatsächlich auf der Chinesischen Mauer stand! Ich mein, man könnte jetzt sagen es ist ja quasi nur eine Mauer, die vor vielen Jahren (Teile davon sollen bereits im 7. Jahrhundert vor Christus gebaut worden sein) gebaut wurde, trotzdem ist war es für mich einfach unglaublich auf einem der neuen 7 Weltwunder zu stehen/gehen!

Nun, wir sind dann einen Teil des fast 5,4km langen Abschnitts zu Fuß abgegangen und haben natürlich viele Fotos gemacht. Der Ausblick über die umliegende Landschaft war auch großartig, wenn auch durch Wolken oder Smog etwas beeinträchtigt.

Um wieder hinunter zu gelangen gibt es sogar 3 Möglichkeiten: Gondelbahn, Sessellift oder Sommerrodelbahn. Ja genau, es gibt eine Sommerrodelbahn in Mutianyu! Es ist wohl nicht schwer zu erraten, wofür wir uns entschieden haben 🙂

Nachdem wir dann in der Stadt retour waren, sind wir noch gemeinsam essen gegangen und haben so diesen beeindruckenden und aktiven Tag ausklingen lassen.

Gelbe Radln in China 🙂

Am nächsten Tag, meinem letzten Tag „on the road“ habe ich mich ins Getümmel von Peking begeben um über den Tiananmen Platz zur Verbotene Stadt zu gelangen. Diese war der Regierungs- und Wohnsitz der chinesischen Kaiser der Ming & Qing Dynastien bis 1911. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verboten, wodurch sich auch der Name erklärt.

Die Verbotene Stadt umfasst eine Grundfläche von 720.000m², wobei 150.000m² mit diversen Palästen und Pavillons verbaut sind. Auffallend sind die vielen Marmorterrassen und deren kunstvolle Schnitzereien. Zur Sicherheit wird die Verbotene Stadt von einem 6m tiefen mit Wasser gefüllten Graben sowie einer 10m hohen Mauer umgeben.

Viele andere Reisende sowie diverse Blogbeiträge im Internet raten von einem Besuch der Verbotenen Stadt am Wochenende ab, da auch sehr viele Einheimische unterwegs sind. Nun, mit nur 2 Tagen in Peking hatte ich keine andere Wahl, als entweder die Chinesische Mauer oder das Stadtzentrum am Samstag zu besuchen. Ja, es war sehr viel los und teilweise war es auch anstrengend ständig Menschenmassen um mich zu haben, jedoch war ich auch ziemlich müde nach kurzen Nächten und dem aktiven Vortag (mit in Summe gegangenen 18km) sowie der Tatsache, dass ich emotional aufgewühlt war auf Grund meiner bevorstehenden Heimreise.

Nun, nachdem ich einige Stunden innerhalb der Verbotenen Stadt verbracht habe – und auch den Fotowünschen diverser Einheimischer nachgekommen bin – bin ich noch auf einen kleinen Hügel hinauf um einen Blick auf das riesige Areal zu erhaschen. Puh, das hätte ich mir fast sparen können, da die Sicht durch eine mega Smog-Wolke über der Stadt ziemlich eingeschränkt war.

Am Nachmittag habe ich noch einen Abstecher zur South Luogu Alley gemacht, der ältesten erhaltenen Wohnstraße Pekings, die jetzt allerdings zu einer Touristenattraktion mit unzähligen Geschäften umfunktioniert wurde. So habe ich die Chance genutzt um noch ein paar lastminute Souvenirs zu ergattern und mich ein wenig gestärkt um noch meinen letzten Besichtigungsstopp beim Himmelstempel zu überstehen.

Der Himmelstempel wurde früher von den Kaisern besucht um für eine gute Ernte zu beten und zählt wie die Verbotene Stadt ebenfalls als UNESCO Weltkulturerbe. Der 38m hohe, runde Turm (36m Durchmesser) steht auf einer 3-stufigen Marmorterrasse und bietet daher ein weiteres Highlight für Architektur-Fans. Ich war schon von der Parkanlage rund um den Himmelstempel und den Karten-/Würfelspielen der Einheimischen begeistert, aber die Tempelanlage hat erst recht Eindruck hinterlassen.

Zum Abschluss meines Aufenthaltes in Peking, aber auch meiner gesamten Reise, bin ich natürlich nochmal zu einem Nightmarket gegangen um noch ein paar lokale Köstlichkeiten zu essen bzw. Kuriositäten zu sehen. Wie in vielen asiatischen Ländern, wird auch in China das „ganze Tier“ verzehrt, somit war ich nicht verwundert einige Innereien, Füße/Pfoten oder ähnliche Körperteile von diversen Tieren angeboten zu bekommen.

Tja, so schnell konnte ich gar nicht schauen, waren 48 Stunden vergangen und ich war wieder am Weg zum Flughafen – so müssen sich Asien-Touristen in Europa fühlen, wenn sie 14 Städte in 10 Tagen besuchen.

Leider habe ich von Peking selbst, dem Flair, den Einheimischen (immerhin 21 Mio.), der Kultur sowie anderen Stadtteilen nicht sehr viel mitbekommen, da ich diesmal tatsächlich viele touristische Highlights stur abgeklappert und somit mehr als 40km in 2 Tagen gegangen bin. Es waren so viele Eindrücke in dieser kurzen Zeit, dass ich bei meiner Abreise noch nicht realisiert hatte, was ich da in wenigen Stunden alles gesehen und erlebt hatte. Ich würde daher auf jeden Fall einen weniger straffen Zeitplan empfehlen, sodass die 72 oder 144 Stunden des kostenlosen Transitvisums zwar gut genutzt werden, aber auch Momente zum Verarbeiten und Genießen bleiben.

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CHINA – BEIJING: being a hard-core tourist for 52 hours

When I was reuniting with Sarah & Matt, my lovely friends from the US, in January in Thailand they have told me about the beginning of their Asia-trip in Beijing.

In general you need to get a visa for China before entering the country, however you can get a visa on arrival for 72 hours if you are travelling onward to a third country (= transitvisa).

Well, since they‘ve told me about visiting the Great Wall and the Forbidden City I kept thinking about going there. Originally I have planned to make my last stopp in Hong Kong but after some research of google-maps, rules and regulations of the transitvisa and possible air routes the decision was made – I would end my trip in China!

After my short trip to Hong Kong I have made an even shorter stopp in Beijing. Due to my flight-schedules my time has already been limited to 54 hours however the delay of my flight from Hong Kong to Beijing did shrink this period for another 2 hours. Of course I haven‘t been happy seeing the delay on the screens at Hong Kong airport, luckily I have been pretty lucky so far without any major delays on this trip (excluding the two flights out of Kathmandu).

In the end we have landed around 11pm in Beijing, so I have made my way to immigration to get my transitvisa. After I have found the right counter it have been super surprised when the lady gave back my passport with a transitvisa for 144 hours!

Due to the delayed arrival I haven‘t been able to take the metro to the city center. A very friendly young man wanted to help me and has offered me a taxi for 60,- Euros pretending that this is the only possibility at this time to get to the city. Needless to say that I have been shocked by the price and not willing to pay this amount I have denied his offer. I have been sure that there is another cheaper option – and of course only a few minutes later I have figured out that there is a public bus for 4,- Euros which has dropped me off 20minutes walking distance to my hostel.

Finally, around 3 am in the morning I was lying in my bed after an exhausting long day.

After only 3,5 hours of sleep I have gotten up to make my way to the Great Wall. In total the Wall is 21.196km long and can be visited at several sections. Badaling is not only the nearest section from Beijing but the most popular and packed one too.

That‘s one reason why I have decided to go to Mutianyu, another section about 70km away from the city. As you have to take 2 different busses to get there it is less popular which is exactly how I like it. Another advantage of sitting on the bus has been the opportunity to get a bit of sleep which I absolutely needed! 🙂

At the second busstation I have met Jenny & Adam from Canada who have been on their way to Mutianyu too. We ended up spending the rest of the day together exploring the Great Wall.

There are 2 options to get up on top of the Great Wall: the cable car or a chair lift – we have opted for the second one.

Reaching the top has left me speechless when I realized that I am standing on the Great Wall of China!

Well. you might say it is just a wall which has been built many years ago (some sections were being built already in the 7th Century BC) however I couldn‘t believe that I was standing/walking on one of the new 7 worldwonders!

While we have been walking parts of the 5,4km long section in Mutianyu we have taken a lot of pictures and enjoyed the view of the surrounding area however due to some clouds or smog it hasn‘t been so amazing than what I have seen in some pictures.

There are unbelievably 3 options to go down again: the cable car, the chair lift or the toboggan run – yes, there is a toboggan run down the Great Wall of China! Needless to say which option we have chosen 🙂

Back in the city we have found a little local restaurant to have dinner together and let this incredible and active day fade out.

really „public“ toilets

The next day, my last day „on the road“ I have put myself into the busy places of Beijing to get to the Tiananmen Square and later to the Forbidden City. The Forbidden City has been home of the emperors as well as the ceremonial and political center of the Ming & Qing dynasty until 1911. Its name refers to the fact that nobody has been allowed to enter or leave the palace without the emperor‘s permission.

It covers a ground area of 720.000m² and a building area of 150.000m² with several buildings and pavillons as well as many terrasses made of marble stones with artistic carvings. The whole area is surrounded by a 6m deep moat filled with water and a 10m high city wall to secure the palace.

somebody is watching you at Tiananmen Square

Many travellers as well as different blogposts recommend to avoid the Forbidden City during weekends as there are many locals visiting too. As I had only 2 days in Beijing I didn‘t have a lot of choice to weither do the Great Wall or the sights in the city on Saturday. And yes, it has been very busy and at some point it has been really exhausting to be surrounded by the crowd constantly however I have been pretty tired due to short nights and the active previous day (in total I have been walking 18km) as well as the fact that I have felt an emotional chaos due to my close trip home.

Well, after I have spent several hours inside the Forbidden City – including taking pictures with locals – I have made my way up a little hill to get a better view of the whole area of the former palace. Puh, this view has been pretty hazy and foggy due to massive smog above the city.

In the afternoon I have visited the South Luogu Alley which is the oldest alleyways in Beijing now transformed into a tourist attraction with many shops. Hence I have taken the opportunity to shop lastminute souvenirs and tried some snacks to have enough energy for my next and last stop of the day – the Temple of Heaven.

Back in the days the emperors have visited the temple to pray for a good harvest. Likewise to the Forbidden City the Temple of Heaven is an UNESCO worldheritage. Especially for architecture-fans it is worth a visit as the 38m high circular building (36m diameter) is built on a three-level marble stone base. Not only did the surrounding park area, where locals have been playing cards, have already impressed me but the temple grounds itself too.

At the end of my stay in Beijing and the end of my trip in general I have been to another nightmarket to try some local dishes and find some more culinaric curiosities. Same as in other asian countries people in China are eating „the whole animal“ hence I have seen some bowels, feet/paws or similiar bodyparts from various animals.

Well, way faster than I have thought 48hours did pass by and I have been on my way to the airport again – that‘s how asian tourists must feel in Europe when they are visiting 14 cities in 10 days 🙂

Unfortunately I haven‘t experienced a lot of Beijing itself, the city-vibe, the locals (around 21 millions), the culture nor other parts of the city as I have been focussing on the main touristy highlights and walking more than 40km in 2 days. Due to the many impressions in this short period I haven‘t completely realized what I have seen and experienced when I was leaving the country. That‘s why I would highly recommend to stay the full 72 or 144 hours of the tranistvisa to avoid a strict schedule which allows you to wander around, see and feel the city and have enough time to realize what‘s going on 🙂

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