NEPAL Part 4: Do something good and talk about it

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NEPAL Teil 4: Tue Gutes und sprich darüber

Als ich mich entschieden habe, nach Nepal zu reisen, war für mich immer klar, dass ich dort auch bei einem Freiwilligen Projekt mitarbeiten möchte. 2016 habe ich in Myanmar Ale aus Guatemala kennengelernt, die mir die Organisation „All Hands and Hearts“ empfohlen hat. Sie hat selbst im Frühjahr 2017 bei einem derer Projekte in Nepal mitgearbeitet.

Nachdem mein Abflugtermin festgestanden ist und ich wusste, dass ich zuerst den Annapurna Circuit machen möchte, habe ich mich online für meinen Wunschtermin registriert und bald die entsprechende Bestätigung für meine Mitarbeit erhalten.

Am 29.11. hab ich also mal wieder nur den kleinen Rucksack gepackt und mich auf den Weg nach Haibung, Sindhupalchok ca. 40km nördöstlich von Kathmandu gemacht.

Dank der Volunteer-Gruppe auf Facebook habe ich am Vorabend bereits Steve aus Californien kennen gelernt. Um zur Bushaltestelle etwas ausserhalb von Thamel zu gelangen, nehmen wir – Gaelle, Rose, Steve und ich – 2 Taxis, da sich unser Gepäck plus 4 Personen in einem Taxi unmöglich ausgehen! Wie es der Zufall so will, bleibt das Taxi von Rose und mir auf den letzten 1,5 – 2km liegen, sodass wir den restlichen Weg zu Fuß zurück legen und auch noch an der Boudhanath Stupa vorbeikommen.

Boudhanath Stupa

An der Bushaltestelle treffen wir dann wieder auf Steve & Gaelle sowie weitere Volunteers: Luisa (Peru), Patricia (Irland) und Dane (England). Dane und Luisa waren rechtzeitig an der Bushaltestelle und haben noch 2 Sitzplätze ergattert, der Rest von uns darf stehen. Jetzt hören sich natürlich rund 40km nicht so weit an, jedoch legen wir diese Strecke in Nepal zurück und sie führt uns wieder in die Berge – sodass wir von einer Busfahrt von knapp 3 Stunden sprechen.

Dane ist so nett, und überlässt mir seinen Sitzplatz, welchen ich dann bei der Hälfte an Gaelle abgebe. Die Fahrt ist wieder einmal holprig, sodass wir uns – egal ob sitzend oder stehend – gut festhalten müssen. Nach knapp 3 Stunden kommen wir gut durchgeschüttelt mit ein paar blauen Flecken in Haibung bzw. im Camp an.

DAS LEBEN EINES VOLUNTEERS IM CAMP

Volunteers

Es ist ein reges Kommen und Gehen im Camp, täglich reisen mal mehr mal weniger Volunteers an oder ab. Geschätzt waren wir wohl rund 80 Leute während meines Aufenthaltes. Der Großteil kommt aus Europa (England, Spanien, Frankreich, Irland, Norwegen) aber auch aus den USA, Israel, Peru, Australien, Thailand, Malaysien oder Singapur. Wiedereinmal bin ich die einzige Österreicherin vor Ort.

Durch all die verschiedenen geographischen, kulturellen, alters- aber auch jobtechnischen Hintergründe ergeben sich spannende Konstellationen und Gespräche – welch eine Bereicherung! Ich hatte rasch das Gefühl ein Teil einer großen Familie zu sein, was selbstverständlich dazu beigetragen hat, dass ich mich rasch wohlgefühlt habe.

Camp-Leben

Das Camp besteht aus mehreren Terrassen, mit den diversen 2-4Mann-Zelten. Ich habe mich jedoch entschieden, kein eigenes Zelt zu kaufen, sondern im großen weißen Zelt unterzukommen, wo ich mir eins der 13 Stockbetten aussuche.

„Schlafsaal“ im weißen Zelt / „Dorm“ in the white tent

Die Tage bevor ich ins Camp angereist bin, haben mich Fern & Byron immer wieder damit aufgezogen, dass es vor Ort nur die Möglichkeit für Kaltwasserduschen sowie Plumsklo gibt. Nun, bei den Duschen hatten sie nicht unbedingt recht! Generell gibt es nur kaltes Wasser, welches vorab in einen großen Kübel gefüllt wird, welches man sich sich dann mit einem kleineren Kübel über den Körper gießt. Jedoch hat ein ehemaliger Volunteeer eine Art kleine Therme gespendet, sodass es nun möglich ist, sich mit heißem Wasser zu duschen. Wobei erwähnt werden muss, dass das Wasser so heiß ist, dass es nochmals mit kaltem gemischt werden muss – herrlich!

Die größte Herausforderung war für mich jedoch die Kälte – auch als Österreicherin! Das Camp liegt auf ca. 1.500m. Solange die Sonne scheint ist es angenehm warm, abends und in der Nacht ist es jedoch kalt – teilweise hat es nachts um die 0 Grad. Wenn man nun bedenkt, dass wir in Zelten schlafen und uns sonst nur im Freien aufhalten, kann man sich vielleicht vorstellen, dass es an manchen Tagen schwergefallen ist sich zu erwärmen. Selbst eine warme/heiße Dusche hilft dann nichts, weil man sich danach rasch anzieht und wieder in der Kälte ist.

Nachdem ich lange überlegt hatte, habe ich mir vor meiner Anreise ins Camp in Kathmandu einen Daunenschlafsack um € 0,60 pro Tag ausgeliehen – die beste Entscheidung und gut investiertes Geld!!! Somit kann ich mich jede Nacht in meine 2 Schlafsäcke (habe ja selbst auch noch einen mit) kuscheln. Ab der zweiten oder dritten Nacht funktioniere ich dann auch täglich eine meiner Thermostrinkflaschen in eine Wärmeflasche um, befülle sie mit heißem Wasser vor dem Schlafengehen und leg sie in den Schlafsack.

Leibliches Wohl

Es werden täglich (ausser am arbeitsfreien Samstag) 3 Mahlzeiten angeboten.

Frühstück: 2 Scheiben Toast, 2 Eier, Erdnussbutter, Marmelade, Haferflocken, Tee und Kaffee

Mittagessen: Dal Bhat, welcher von einheimischen Familien bei der jeweiligen Schule gekocht wird.

Abendessen: Gemüsereis, Curry, Sandwich, Pasta, etc., ebenfalls von einer einheimischen Familie im Camp gekocht.

Es gibt auch einen kleinen Shop ca. 5Minuten zu Fuß vom Camp entfernt, wo wir uns mit Keksen, Schokolade, Gemüse, Obst, Limonaden oder Bier auch mal was Gutes gönnen können.

Bauprojekte

Derzeit werden vor Ort 2 Schulen gebaut: in Nibagaun (15 Minuten mit dem Bus vom Camp entfernt) werden 2 Schulgebäude wieder aufgebaut, wobei bereits vorhandene Fundamente und Stahlkonstruktionen verwendet werden. Hier gibt es auch ein 3. Schulgebäude, welches derzeit bereits für den Unterricht genutzt wird. Somit sind die Kinder auch vor Ort und nutzen ihre Pausen um den Volunteers zuzuschauen oder auch mit ihnen zu spielen oder singen.

Nibagaun

In Kalikasaran (5 Minuten zu Fuß vom Camp entfernt) wird ein 2-stöckiges Schulgebäude mit ingesamt 4 Klassenräumen komplett neu aufgebaut.

Es gibt einige Volunteers die Erfahrung „am Bau“ haben, jedoch hat die Mehrheit eher kein Vorwissen – da gehör ich auch dazu 🙂

Zusätzlich arbeiten auf beiden Standorten einige einheimische Männer als Maurer, denen man die Möglichkeit bietet mit einer guten Ausbildung auch zukünftig Arbeit zu finden. In Kalikasaran erlernen ca. 6 Frauen den Beruf des Maurers um ebenso ihre berufliche Zukunft zu sichern.

Ich habe insgesamt 7 Tagen an beiden Standorten gearbeitet (musste auf Grund einer Grippe leider einen Tag aussetzen, da ich total danieder war). Anfangs war jede neue Aufgabe eine Herausforderung und natürlich auch körperlich anstrengend, jedoch hat es am Ende des Tages immer sehr viel Spaß gemacht neues zu lernen und zu sehen, wie der Bau eines Gebäudes in Nepal mit ganz anderen Voraussetzungen und Möglichkeiten funktioniert. Meine Aufgaben haben sich vom Rebar-Bending (Stahlteile zurecht biegen), Masala-Mixing (Beton mischen – händisch mit Schaufeln), Bambus schneiden und ähnlichem erstreckt. Beim Bambus schneiden hab ich zum Beispiel erstmals eine elektrische Säge verwendet. Zuerst hatte ich meine Bedenken und dann hat es mir richtig Spaß gemacht! Generell lerne ich in diesen 7 Tagen so viel und traue mir auch immer mehr zu. Natürlich steht die sprachliche Barriere manchmal im Weg (ich hab ja keine Erfahrungen mit all den fachlichen Ausdrücken), jedoch lässt sich das schnell beheben, in dem ich einfach nachfrage und es mir erklärt/gezeigt wird, im schlimmsten Fall auch 5 Mal 😉

Zusätzlich gibt es mehrmals wöchentlich nach dem Arbeiten die Möglichkeit den einheimischen Kindern sowie Maurerinnen und Maurer Englisch-Unterricht zu geben, wo sich stets mal mehr, mal weniger Volunteers finden um daran teilzunehmen. Speziell die Klassen mit den Kindern sind sehr lustig.

Im Endeffekt verlängere ich meinen Aufenthalt um einen Tag und muss nach 11 Nächten abreisen, da ich bereits einen Flug gebucht habe. Wäre dies nicht der Fall, hätte ich wohl – wie viele andere auch – meinen Aufenthalt im Camp verlängert.

Mein erster – und bestimmt nicht letzter – „Einsatz“ mit All Hands and Hearts war eine spannende, herausfordernde und interessante Erfahrung, die ich keinesfalls missen möchte. Vielen Dank an all die tollen Menschen, die diese kurze Zeit zu etwas ganz Besonderem gemacht haben!

Wer nun bis hier gelesen hat – danke! Gerne dürft auch ihr dieses tolle Projekt unterstützen und Kindern in Nepal die Chance auf eine Ausbildung in einem erdbebensicheren Gebäude ermöglichen.

https://give.hands.org/fundraise?fcid=1221805

VIELEN DANK FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG VON GANZEM HERZEN!

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NEPAL Part 4: Do something good and talk about it

When I decided to travel to Nepal, I‘ve always known that I want to volunteer there.

In 2016 I‘ve met Ale from Guatemala in Myanmar who did volunteer with „All Hands and Hearts“ early 2017 and recommended this organization.

After I had booked my flight to Kathmandu and knowing that I want to do trekking first I did my online application for my desired dates of volunteering.

November 29th I‘ve packed my little backpack again and made my way to Haibung, Sindhupalchok – approximately 40km north-east of Kathmandu.

Thanks to the facebook group I‘ve already met Steve from California the day before for dinner.

The two of us as well as Gaelle and Rose are meeting in Thamel to share taxis to the busstop. Due to the tiny taxis and all our luggage we have to take 2 taxis to get there. Unfortunately the taxi I am sharing with Rose has broken down so we had to walk the last 1,5 to 2km – luckily we are coming across the big Boudhanath stupa.

At the busstop we are meeting Steve & Gaelle again and more volunteers: Luisa (Peru), Patricia (Ireland) and Dane (England). Dane and Luise have arrived at the busstop early enough to get 2 seats, the rest of us is forced to stand. Well, 40km on a bus don‘t sound that long – but we are in Nepal and going up the mountains – so we are talking about a 3 hours busride.

Dane is a gentleman and offers me his seat which I give to Gaelle halfway through. It‘s a bumpy busride again which forces you to hold on, no matter if you are sitting or standing. After 3 hours we are arriving at the camp with some more bruises.

Life of a volunteer at camp/base

Volunteers

Every day there are volunteers arriving and leaving, sometimes more sometimes less. In total there have been around 80 volunteers at base during my stay. Most of them from Europe (England, Spain, France, Ireland, Norway) but also from the US, Peru, Israel, Australia, Thailand, Malaysia or Singapore. Once more I am the only Austrian.

All these different geographical, cultural, job and age backgrounds are causing an interesting mix which leading to good conversation and a great atmosphere – most of the time 😉

Quickly I am feeling part of big family which helps to feel really welcome and home.

Camp-life

The camp consits of 4 terraces with already a lot of small tents for two to 4 people. I have decided to not purchase or bring my own tent and rather stay in the big white tent – choosing one of the 13 bunk beds.

The last days before heading to the base Fern & Byron have been making fun of me regarding the cold water bucket showers and the pit toilets at camp. Well, they weren‘t quite right with the showers! In general there is just cold water which you put in a big bucket before having a shower, pouring the cold water on your body with a smaller bucket. Luckily there has been a very generous volunteer at the camp before I‘ve arrived who donated a water heater. So now it is possible to stay in line for a bucket of hot water – and I mean really hot water which you have to mix with cold one to not burn yourself while having a shower! Fantastic!

Honestly the cold temperatures have been the biggest challenge for me – even tough I am from Austria! The camp lies at an elevation of 1.700m. During the day as long as the sun is out it‘s warm and everything is fine. But in the mornings, evenings and during the nights it is really cold, freezing – sometimes it‘s around 0 degrees. Given the fact that we are sleeping in tents and spending most of our time outside you can imagine that it is difficult to keep yourself warm some days. Even a warm/hot shower doesn‘t help as you have to get dressed afterwards really fast and be outside in the cold again anyways.

Before going to the camp I have been thinking a lot about renting a down-sleeping bag in Kathmandu which I finally did for € 0,60 per day – the best decision ever and a perfect investment! Each night I was able to crawl into my 2 sleepingbags (including my own one which I took with me originally for trekking). In my second or third night I started to use my drinking bottle as a THERMOFOR, filling it up with boiling hot water before going to bed putting it in my sleeping bag next to myself.

Culinary delights

Daily (excluding Saturdays which is our day off) we are served 3 meals.

Breakfast: 2 slices of toast, 2 eggs, peanutbutter, jam, oats, tea and coffee

Lunch: Dal Bhat which is prepared by a local family from the community at the construction sites.

Dinner: vegetable fried rice, curry, sandwiches, pasta for example, which is prepared by another local family at the camp.

Furthermore there is a small shop 5 minutes walking distance away from the camp which offers chocolate, crackers, vegetables, fruits, soda and even beer. So if we wanted to treat ourselves we just went down to the shop.

Schoolprojects

At the moment All Hands and Hearts is building 2 school buildings:

in Nibagaun (15 minutes with the bus away from camp) we are rebuilding 2 buildings using foundations and steel-constructions which have already been there prior to the earthquake. There is a third school building which is currently used for teaching kids. So there are kids on site approaching you during their breaks to talk to us, play or dance with us.

Nibagaun

In Kalikasaran (5 minutes walking distance to the camp) a totally new school building with 2 floors and 4 classrooms is built.

Some of the volunteers do have experience working at a construction site but most of us don‘t – I belong to the second group 🙂

At both sites local male masons are working with the volunteers which should give them the opportunity to get a lot of experience and hopefully guarentee them a job in the future.

On top of that there are also 6 women being trained as female masons in Kalikasaran.

I have been working 7 days at both sites (unfortunately I had to take off one day due to a bad cold which knocked me out). In the beginning each new task/job on site has been a challenge for me and my body. But at the end of the day it always has been great fun to learn something new and see how a school is built in Nepal with all the different opportunities and possibilities. I have been doing rebar-bending, mixing masala (you are mixing the concrete with shovels by hand), cutting bamboo or similar tasks.

Cutting the bamboo into sticks I have been totally afraid to use an electrical saw for the first time but after my first tries I didn‘t even want to stop using it 🙂 Overall in these 7 days I am learning a lot. Sometimes the language is kind of a barrier – as I am not familiar with all the technical words at a construction site – but I kept asking the team leaders or other volunteers who are explaining or showing me what to do – even if it has to be several times.

Rebar-bending

Additionally the volunteers have the possibility to teach local kids as well as the female and male masons english 5 days a week after work. Especially kids classes are very funny as we are dancing and singing with them.

In the end I am extending my stay for 1 night but have to leave after 11 nights due to the fact that I‘ve booked a flight already. Guess I would have stayed longer – as many of the volunteers are extending too – at camp otherwise.

Kalikasaran

My first – but for sure not my last – experience with All Hands and Hearts has been interesting, challenging and amazing which I don‘t want to miss for sure.

Thank you so much to all the lovely, awesome people who made this short period as a volunteer such a great experience – you know who you are!!

So, whoever is still reading these words – thank you! I would very much appreciate if you have some spare euros, dollars, pounds or whatever to donate and give kids in Nepal the chance to be educated in an earthquake-secure building!

http://give.hands.org/fundraise?fcid=1221805

THANK YOU VERY MUCH FROM THE BOTTOM OF MY HEART!

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