CHINA – BEIJING: being a hard-core tourist for 52 hours

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CHINA – PEKING: 52 Stunden Hard-Core Tourist

Bei meinem Wiedersehen im Jänner mit Sarah & Matt, meinen lieben Freunden aus den USA, in Thailand hatten die beiden mir vom Start ihrer Asienreise in Peking erzählt.

Generell benötigt man vor der Einreise nach China ein Visum, nicht jedoch bei einem Aufenthalt von maximal 72 Stunden und dem Weiterflug in ein Drittland.

Tja, nachdem ich also diese Info erhalten hatte und die beiden mir von ihrem Besuch bei der Chinesischen Mauer und der Verbotenen Stadt erzählt haben, habe ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, diese auch zu sehen. Ich hatte Hong Kong als letzten Stopp vor meiner Heimreise angepeilt. Nach eingehender Recherche von Google-Maps, Einreisebestimmungen und möglichen Flugrouten war für mich klar – diese Chance lasse ich mir nicht entgehen!

Somit habe ich also nach meinem Kurzaufenthalt in Hong Kong einen noch kürzeren Stopp in China eingelegt. Auf Grund meiner Flugbuchungen war meine Zeit in Peking bereits auf knappe 54 Stunden beschränkt, wurde jedoch nochmals verkürzt, da mein Flug von Hong Kong nach Peking 2 Stunden Verspätung hatte. Natürlich war ich nicht gerade erfreut, als ich diese Verspätung auf den Monitoren am Flughafen in Hong Kong gesehen hatte, jedoch war ich bis dato ja von Flugverspätungen – mit Ausnahme von beiden Abflügen aus Kathmandu – verschont geblieben.

Nachdem das Flugzeug erst um 23Uhr in Peking gelandet ist, musste ich mich zuerst einmal um mein Transitvisum kümmern. Und siehe da, sobald ich beim richtigen Schalter war, ging das ganze Prozedere ziemlich schnell und zu meiner Überraschung habe ich sogar ein Visum für 144 Stunden bekommen!

Auf Grund der verspäteten Ankunft konnte ich nicht mehr wie geplant mit der U-Bahn ins Stadtzentrum zu meiner Unterkunft fahren. Ein freundlicher junger Mann hätte mir daraufhin ein Taxi um € 60,- angeboten und meinte, dass dies die einzige Möglichkeit wäre, um diese Uhrzeit in die Stadt zu gelangen. Schockiert von diesem Preis habe ich dankend abgelehnt, denn ich war überzeugt, dass es auch günstiger möglich wäre – auch um diese Uhrzeit. Kurze Zeit später und außerhalb vom Flughafengebäude habe ich einen öffentlichen Bus gefunden, der mich um € 4,- in der Stadt abgesetzt hat – nur 20 Gehminuten von meinem Hostel entfernt. Gegen 3Uhr war ich dann endlich geduscht und hundemüde im Bett.

Lange konnte ich jedoch nicht wirklich schlafen, da ich mich nur wenige Stunden später auf den Weg zur Chinesischen Mauer gemacht habe. Diese ist ja gesamt ca. 21.196km lang und kann an mehreren Abschnitten besichtigt werden. Von Peking aus ist Badaling der nächstgelegene Abschnitt und ist daher beliebt bei vielen Tourbussen und dementsprechend mit Menschenmassen überfüllt. Mutianyu ist ein weiterer Abschnitt, ca. 70km vom Stadtzentrum entfernt, jedoch nicht direkt von Peking zu erreichen. Daher ist Mutianyu nicht so überlaufen, da sich viele nicht die mühe machen wollen und vom Busbahnhof aus 2 verschiedene Busse nehmen wollen.

Mir war die fast 3 stündige Anreise recht, da ich einerseits die Wegbeschreibung vorab in mehreren Blogbeiträgen studiert und Screenshots gemacht hatte, andererseits jedoch auch noch ein wenig Schlaf nachholen konnte 🙂

An der zweiten Bushaltestelle habe ich Jenny & Adam aus Canada kennengelernt, die ebenfalls am Weg nach Mutianyu waren und mit denen ich den restlichen Tag verbracht habe.

Um zur Mauer hochzukommen kann man entweder die Gondelbahn oder einen Sessellift nehmen – wir haben uns für den etwas in die Jahre gekommenen Sessellift entschieden.

Oben angekommen war ich kurz mal sprachlos, da ich tatsächlich auf der Chinesischen Mauer stand! Ich mein, man könnte jetzt sagen es ist ja quasi nur eine Mauer, die vor vielen Jahren (Teile davon sollen bereits im 7. Jahrhundert vor Christus gebaut worden sein) gebaut wurde, trotzdem ist war es für mich einfach unglaublich auf einem der neuen 7 Weltwunder zu stehen/gehen!

Nun, wir sind dann einen Teil des fast 5,4km langen Abschnitts zu Fuß abgegangen und haben natürlich viele Fotos gemacht. Der Ausblick über die umliegende Landschaft war auch großartig, wenn auch durch Wolken oder Smog etwas beeinträchtigt.

Um wieder hinunter zu gelangen gibt es sogar 3 Möglichkeiten: Gondelbahn, Sessellift oder Sommerrodelbahn. Ja genau, es gibt eine Sommerrodelbahn in Mutianyu! Es ist wohl nicht schwer zu erraten, wofür wir uns entschieden haben 🙂

Nachdem wir dann in der Stadt retour waren, sind wir noch gemeinsam essen gegangen und haben so diesen beeindruckenden und aktiven Tag ausklingen lassen.

Gelbe Radln in China 🙂

Am nächsten Tag, meinem letzten Tag „on the road“ habe ich mich ins Getümmel von Peking begeben um über den Tiananmen Platz zur Verbotene Stadt zu gelangen. Diese war der Regierungs- und Wohnsitz der chinesischen Kaiser der Ming & Qing Dynastien bis 1911. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verboten, wodurch sich auch der Name erklärt.

Die Verbotene Stadt umfasst eine Grundfläche von 720.000m², wobei 150.000m² mit diversen Palästen und Pavillons verbaut sind. Auffallend sind die vielen Marmorterrassen und deren kunstvolle Schnitzereien. Zur Sicherheit wird die Verbotene Stadt von einem 6m tiefen mit Wasser gefüllten Graben sowie einer 10m hohen Mauer umgeben.

Viele andere Reisende sowie diverse Blogbeiträge im Internet raten von einem Besuch der Verbotenen Stadt am Wochenende ab, da auch sehr viele Einheimische unterwegs sind. Nun, mit nur 2 Tagen in Peking hatte ich keine andere Wahl, als entweder die Chinesische Mauer oder das Stadtzentrum am Samstag zu besuchen. Ja, es war sehr viel los und teilweise war es auch anstrengend ständig Menschenmassen um mich zu haben, jedoch war ich auch ziemlich müde nach kurzen Nächten und dem aktiven Vortag (mit in Summe gegangenen 18km) sowie der Tatsache, dass ich emotional aufgewühlt war auf Grund meiner bevorstehenden Heimreise.

Nun, nachdem ich einige Stunden innerhalb der Verbotenen Stadt verbracht habe – und auch den Fotowünschen diverser Einheimischer nachgekommen bin – bin ich noch auf einen kleinen Hügel hinauf um einen Blick auf das riesige Areal zu erhaschen. Puh, das hätte ich mir fast sparen können, da die Sicht durch eine mega Smog-Wolke über der Stadt ziemlich eingeschränkt war.

Am Nachmittag habe ich noch einen Abstecher zur South Luogu Alley gemacht, der ältesten erhaltenen Wohnstraße Pekings, die jetzt allerdings zu einer Touristenattraktion mit unzähligen Geschäften umfunktioniert wurde. So habe ich die Chance genutzt um noch ein paar lastminute Souvenirs zu ergattern und mich ein wenig gestärkt um noch meinen letzten Besichtigungsstopp beim Himmelstempel zu überstehen.

Der Himmelstempel wurde früher von den Kaisern besucht um für eine gute Ernte zu beten und zählt wie die Verbotene Stadt ebenfalls als UNESCO Weltkulturerbe. Der 38m hohe, runde Turm (36m Durchmesser) steht auf einer 3-stufigen Marmorterrasse und bietet daher ein weiteres Highlight für Architektur-Fans. Ich war schon von der Parkanlage rund um den Himmelstempel und den Karten-/Würfelspielen der Einheimischen begeistert, aber die Tempelanlage hat erst recht Eindruck hinterlassen.

Zum Abschluss meines Aufenthaltes in Peking, aber auch meiner gesamten Reise, bin ich natürlich nochmal zu einem Nightmarket gegangen um noch ein paar lokale Köstlichkeiten zu essen bzw. Kuriositäten zu sehen. Wie in vielen asiatischen Ländern, wird auch in China das „ganze Tier“ verzehrt, somit war ich nicht verwundert einige Innereien, Füße/Pfoten oder ähnliche Körperteile von diversen Tieren angeboten zu bekommen.

Tja, so schnell konnte ich gar nicht schauen, waren 48 Stunden vergangen und ich war wieder am Weg zum Flughafen – so müssen sich Asien-Touristen in Europa fühlen, wenn sie 14 Städte in 10 Tagen besuchen.

Leider habe ich von Peking selbst, dem Flair, den Einheimischen (immerhin 21 Mio.), der Kultur sowie anderen Stadtteilen nicht sehr viel mitbekommen, da ich diesmal tatsächlich viele touristische Highlights stur abgeklappert und somit mehr als 40km in 2 Tagen gegangen bin. Es waren so viele Eindrücke in dieser kurzen Zeit, dass ich bei meiner Abreise noch nicht realisiert hatte, was ich da in wenigen Stunden alles gesehen und erlebt hatte. Ich würde daher auf jeden Fall einen weniger straffen Zeitplan empfehlen, sodass die 72 oder 144 Stunden des kostenlosen Transitvisums zwar gut genutzt werden, aber auch Momente zum Verarbeiten und Genießen bleiben.

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CHINA – BEIJING: being a hard-core tourist for 52 hours

When I was reuniting with Sarah & Matt, my lovely friends from the US, in January in Thailand they have told me about the beginning of their Asia-trip in Beijing.

In general you need to get a visa for China before entering the country, however you can get a visa on arrival for 72 hours if you are travelling onward to a third country (= transitvisa).

Well, since they‘ve told me about visiting the Great Wall and the Forbidden City I kept thinking about going there. Originally I have planned to make my last stopp in Hong Kong but after some research of google-maps, rules and regulations of the transitvisa and possible air routes the decision was made – I would end my trip in China!

After my short trip to Hong Kong I have made an even shorter stopp in Beijing. Due to my flight-schedules my time has already been limited to 54 hours however the delay of my flight from Hong Kong to Beijing did shrink this period for another 2 hours. Of course I haven‘t been happy seeing the delay on the screens at Hong Kong airport, luckily I have been pretty lucky so far without any major delays on this trip (excluding the two flights out of Kathmandu).

In the end we have landed around 11pm in Beijing, so I have made my way to immigration to get my transitvisa. After I have found the right counter it have been super surprised when the lady gave back my passport with a transitvisa for 144 hours!

Due to the delayed arrival I haven‘t been able to take the metro to the city center. A very friendly young man wanted to help me and has offered me a taxi for 60,- Euros pretending that this is the only possibility at this time to get to the city. Needless to say that I have been shocked by the price and not willing to pay this amount I have denied his offer. I have been sure that there is another cheaper option – and of course only a few minutes later I have figured out that there is a public bus for 4,- Euros which has dropped me off 20minutes walking distance to my hostel.

Finally, around 3 am in the morning I was lying in my bed after an exhausting long day.

After only 3,5 hours of sleep I have gotten up to make my way to the Great Wall. In total the Wall is 21.196km long and can be visited at several sections. Badaling is not only the nearest section from Beijing but the most popular and packed one too.

That‘s one reason why I have decided to go to Mutianyu, another section about 70km away from the city. As you have to take 2 different busses to get there it is less popular which is exactly how I like it. Another advantage of sitting on the bus has been the opportunity to get a bit of sleep which I absolutely needed! 🙂

At the second busstation I have met Jenny & Adam from Canada who have been on their way to Mutianyu too. We ended up spending the rest of the day together exploring the Great Wall.

There are 2 options to get up on top of the Great Wall: the cable car or a chair lift – we have opted for the second one.

Reaching the top has left me speechless when I realized that I am standing on the Great Wall of China!

Well. you might say it is just a wall which has been built many years ago (some sections were being built already in the 7th Century BC) however I couldn‘t believe that I was standing/walking on one of the new 7 worldwonders!

While we have been walking parts of the 5,4km long section in Mutianyu we have taken a lot of pictures and enjoyed the view of the surrounding area however due to some clouds or smog it hasn‘t been so amazing than what I have seen in some pictures.

There are unbelievably 3 options to go down again: the cable car, the chair lift or the toboggan run – yes, there is a toboggan run down the Great Wall of China! Needless to say which option we have chosen 🙂

Back in the city we have found a little local restaurant to have dinner together and let this incredible and active day fade out.

really „public“ toilets

The next day, my last day „on the road“ I have put myself into the busy places of Beijing to get to the Tiananmen Square and later to the Forbidden City. The Forbidden City has been home of the emperors as well as the ceremonial and political center of the Ming & Qing dynasty until 1911. Its name refers to the fact that nobody has been allowed to enter or leave the palace without the emperor‘s permission.

It covers a ground area of 720.000m² and a building area of 150.000m² with several buildings and pavillons as well as many terrasses made of marble stones with artistic carvings. The whole area is surrounded by a 6m deep moat filled with water and a 10m high city wall to secure the palace.

somebody is watching you at Tiananmen Square

Many travellers as well as different blogposts recommend to avoid the Forbidden City during weekends as there are many locals visiting too. As I had only 2 days in Beijing I didn‘t have a lot of choice to weither do the Great Wall or the sights in the city on Saturday. And yes, it has been very busy and at some point it has been really exhausting to be surrounded by the crowd constantly however I have been pretty tired due to short nights and the active previous day (in total I have been walking 18km) as well as the fact that I have felt an emotional chaos due to my close trip home.

Well, after I have spent several hours inside the Forbidden City – including taking pictures with locals – I have made my way up a little hill to get a better view of the whole area of the former palace. Puh, this view has been pretty hazy and foggy due to massive smog above the city.

In the afternoon I have visited the South Luogu Alley which is the oldest alleyways in Beijing now transformed into a tourist attraction with many shops. Hence I have taken the opportunity to shop lastminute souvenirs and tried some snacks to have enough energy for my next and last stop of the day – the Temple of Heaven.

Back in the days the emperors have visited the temple to pray for a good harvest. Likewise to the Forbidden City the Temple of Heaven is an UNESCO worldheritage. Especially for architecture-fans it is worth a visit as the 38m high circular building (36m diameter) is built on a three-level marble stone base. Not only did the surrounding park area, where locals have been playing cards, have already impressed me but the temple grounds itself too.

At the end of my stay in Beijing and the end of my trip in general I have been to another nightmarket to try some local dishes and find some more culinaric curiosities. Same as in other asian countries people in China are eating „the whole animal“ hence I have seen some bowels, feet/paws or similiar bodyparts from various animals.

Well, way faster than I have thought 48hours did pass by and I have been on my way to the airport again – that‘s how asian tourists must feel in Europe when they are visiting 14 cities in 10 days 🙂

Unfortunately I haven‘t experienced a lot of Beijing itself, the city-vibe, the locals (around 21 millions), the culture nor other parts of the city as I have been focussing on the main touristy highlights and walking more than 40km in 2 days. Due to the many impressions in this short period I haven‘t completely realized what I have seen and experienced when I was leaving the country. That‘s why I would highly recommend to stay the full 72 or 144 hours of the tranistvisa to avoid a strict schedule which allows you to wander around, see and feel the city and have enough time to realize what‘s going on 🙂

HONG KONG – countdown in the big city

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HONG KONG – COUNTDOWN IN DER GROSSSTADT

Nach Kuala Lumpur, Singapur und Bangkok habe ich eine weitere bekannte Metropole in Asien besucht – Hong Kong!

Nun ja, der Wettergott war mir leider nicht sehr gnädig, da es während meiner 4 Tage in Hong Kong täglich bewölkt war, leicht genieselt oder geschüttet hat. Die stetige Wolkendecke über der Stadt hatte auch zur Folge, dass ich nicht auf den bekannten Victoria Peak, von dem aus man einen tollen Blick über die Stadt mit all den Wolkenkratzern bei Schönwetter hat, hinauf bin. Trotzdem habe ich versucht, meine Zeit zu nutzen und mir einen Eindruck von der ehemaligen britischen Kolonie (bis 1997) zu machen. Dies musste ich jedoch nicht allein machen, da ich zufällig auf Instagram oder Facebook gesehen hatte, dass Romina – die Deutsche, die ich in Kuching auf Borneo kennen gelernt habe – auch gerade in der Stadt ist. Somit habe ich sie kontaktiert und gleich an meinem ersten Abend verabredet. Wir sind zuerst an den Pier gegangen, wo mir der erste Blick auf Hong Kong Island und die dazugehörige Skyline geboten wurde.

Danach ging es durch die einige Straßen und Gassen von Kowloon in denen wir an Straßenmärkten mit kuriosen Souvenirs vorbeigekommen sind, aber auch einige Tierhandlungen in denen man von Fische über Hamster, Schildkröten, Hasen und Hunde bis hin zu Katzen konnte. Zwischendurch haben wir uns bei einem köstlichen nepalesisch-indischen Abendessen gestärkt.

Am nächsten Tag haben wir uns die Parade zum Geburtstag von Tin Hau, die Göttin der Meere sowie für Sicherheit, gutes Wetter und volle Fischernetze angesehen. Es war ein bunter, lauter und interessanter Vormittag mit all den Einheimischen, die so viel Freude an dieser Parade und ihrem Mitwirken hatten.

Anschließend sind wir durch die Gassen von SoHo auf Hong Kong Island und haben uns an den unzähligen Straßenmalereien nicht sattsehen können. Dieser Stadtteil, wie der Name schon verrät, ist eher sehr westlich mit vielen kleinen Lokalen, Shops und Boutiquen – und gibt einem das Gefühl in einer europäischen Stadt zu sein. Geht man jedoch dann nur ein Stückchen weiter, ist man wieder vom asiatischen Flair umgeben – ganz spannend.

In dieser Metropole, die mehr Wolkenkratzer beherbergt als New York, habe ich trotzdem an vielen Gebäuden/Baustellen Baugerüste aus Bambus gesehen. Man sollte meinen, dass ein Metallgerüst „Standard“ ist, jedoch verwenden die Menschen hier wohl eher die Substanz, die als Ressource vorhanden ist und sich bestimmt auch über viele Jahre bewährt hat.

Hong Kong hat rund 7,5 Mio. Einwohner, die natürlich auch alle irgendwo leben müssen. Es zeigt sich schon an den Hostels, dass Platz Mangelware ist, denn da gibt es Stockbetten mit 3 statt üblichen 2 Betten.

Noch beeindruckender sind jedoch die diversen Apartmenthäuser, die bereits von außen erahnen lassen, wie eng es erst im Inneren der Wohnungen sein muss. Daher sind wir auch in den Stadtteil Quarry Bay auf Hong Kong Island aufgebrochen um dort einige dieser Legebatterie-ähnlichen Wohnsituationen zu bestaunen. Dieser Stadtteil ist bei vielen Touristen bekannt, denn entsprechenden Fotos kann man auf diversen SocialMedia-Plattformen finden.

Zu dem bereits beeindruckenden aber auch schockierenden Anblick der vielen Wohnhäusern ist noch hinzugekommen, dass es an diesem Tag total bewölkt war und geschüttet hat – das hat der ganzen Situation nochmals eine etwas mystische Note gegeben.

Am selben Tag haben wir auch noch ein Meisterwerk der Architektur besucht, welches ich zufällig durch ein Foto auf Instagram entdeckt hatte. Es handelt sich um runde Wohnhäuser, in denen die Wohnungen wie in einem Ring angeordnet sind. Von diesen Säulen-Türmen, Tak Chuen Lau Lei & Lai Kit Lau) gibt es insgesamt 4 Stück, welche private Wohnhäuser sind und daher nicht öffentlich zugänglich. Dies hat uns ein Portier auch gleich mitgeteilt, als wir einfach in den ersten Turm hineingegangen sind. Wir wollten uns jedoch nicht so leicht abwimmeln lassen, da wir ja auch immerhin den Weg auf uns genommen haben, die Häuser zu finden. Nach kurzer Wartezeit sind wir mit einem Mädchen durch die nun aufgesperrte Eingangstür gegangen und hatten somit die Gelegenheit um einen Blick von innen zu erhaschen, aber auch um viele Fotos zu machen. Ja, dieser leicht illegale Besuch in einem Privathaus hat sich echt ausgezahlt 🙂

Mich hat die Stadt teilweise erschlagen, mit all den Menschen, bunten Reklameschildern, unzähligen kleinen und großen Shops, der ständige Straßenlärm, die vielen Autos/Busse/Straßenbahnen – sehr gewöhnungsbedürftig. Mir hat definitiv die Natur oder auch ein paar Parks oder Grünanlagen gefehlt. (wobei mir erzählt wurde, dass rund um Hong Kong ganz viele tolle Wanderungen möglich sind, für die jedoch das Wetter hätte besser sein müssen als ich dort war)

Trotzdem ist es eine sehenswerte Metropole, einfach um diese vielen Gegensätze zu erleben.

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HONG KONG – COUNTDOWN IN THE BIG CITY

After visiting Kuala Lumpur, Singapore and Bangkog I have made my way to another big city in Asia – Hong Kong!

Well, the weather wasn‘t really on my side… as it has been either raining, cloudy or pouring down during my 4 days there. That‘s why I haven‘t made it up to Victoria Peak to enjoy a beautiful view over the city and the skyscrapers as it has been always hidden by big, grey clouds.

Nevertheless I have tried to have a great time and explore this former british colony (until 1997). Luckily I have been able to spend these days together with a travelfriend, as I coincidentally have seen on Instagram or Facebook that Romina, the german girl I have met in Kuching, Borneo, is visiting Hong Kong at the same time. So we have met already on my first evening and walked to the Pier to have a great view of Hong Kong Island and the skyline.

Afterwards we have been walking through the streets and alleys of Kowloon passing streetsmarkets with lots of souvenirs as well as many pet shops with all kind of different animals: fish, hamsters, turtles, rabbits, dogs and cats. For dinner we have found a nepali-indian restaurant which brought back so many memories of Nepal.

Next day we have been at a parade celebrating the birthday of Tin Hau, the goddess of the sea, for safety, fine weather and full fishing nets. It has been a colourful, loud and interesting morning watching all the locals having so much fun being a part of the parade or just watching ist.

Our next stop has been at SoHo on Hong Kong Island where we have been chasing all the different murals. This part of the city is full of small little coffeeshops, restaurants and shops or boutiques giving you the feeling that you are in an european city and not in Asia. But if you just keep walking you are surrounded by an asian flair pretty soon again.

Hong Kong is a huge city with more skyscrapers than New York, however I have seen a lot of scaffolding made of bamboo. I was thinking that a metal-scaffolding is already „standard“ but the people here are using the material which is growing here and of course has proven it‘s worth.

There are more than 7,5mio. People living in Hong Kong who have to live somewhere. As I have seen already at my hostel space is limited that‘s why I had a bunk-bed with 3 beds rather than the „normal“ 2 ones. Pretty interesting and I have never seen this before.

I have been impressed by all the different apartmenthouses where you can already get a sense of how many people are living inside by just looking at the outside. That‘s why we have made our way to Quarry Bay on Hong Kong Island where there are some of these cage-like condos. I guess people living there have a similiar feeling like chickens in their „laying-battery“ 🙂

You can find many pictures of these houses on SocialMedia as a lot of tourists are coming here to see these – sometimes colourful – buildings.

Due to the heavy rain and grey sky it has been kind of a mystic atmosphere to stand between these buildings – what an impressing but also shocking moment.

The same day we have visited another great piece of architecture which I have found on Instagram. There are 4 round buildings (Tak Chuen Lau Lei & Lai Kit Lau) where the apartments are located like a ring with a whole in the middle. These are private buildings with a security man at the ground floor who has told us that we are not allowed to go inside – guess there are people coming to take pictures quite often which must be pretty anoying. However we didn‘t want to give up and just leave again and have sneaked into another tower with a girl who has opened the main door. We have taken this opportunity to walk up to the 10th floor and get a wonderful impression of this piece of architecture. Of course we have taken many pictures as well to remember this partly illegal visit of a private property 🙂

I have to admit that I have been a bit overwhelmed by this huge city: too many people, the colourful signs everywhere, way to many small and big shops and departmentstores, the loud streetnoise with all the cars, busses and trams. I guess you need to get used to this atmosphere but I think I won‘t get ever used to this city as I have been missing nature and some green parts too (eventhough people have told me that there are some amazing hiking-treks around Hong Kong which I haven‘t been able to discover due to the weather)

However it‘s an interesting place with a lot of extreme contrasts which are worth to explore.

TAIWAN: more than „Made in Taiwan“

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TAIWAN: MEHR ALS NUR „MADE IN TAIWAN“

Wie oft habe ich vor meiner Ankunft schon mal wo gelesen „made in Taiwan“ – aber offen gesagt, wusste ich lange nicht einmal, wo genau dieses Land liegt, in dem anscheinend viele T-Shirts, Elektroartikel oder ähnliches hergestellt werden.

Also, die Insel liegt ca. 180km östlich der Küste Chinas und ist zwar nicht einmal halb so groß wie Österreich, hat jedoch fast 2,5 Mal so viele Einwohner.

Anders als meine vorherigen Stopps, hatte ich schon lange mehr oder weniger geplant Taiwan zu bereisen, da es einer der 12 Austragungsorte des Wings For Life Worldrun ist. Da ich diesen Charity-Lauf bereits dreimal in Österreich mitgelaufen bin, wollte ich auch dieses Jahr nicht darauf verzichten (dazu später mehr). Und wie bei so manchen meiner Reiseziele, konnte ich auch hier auf die Empfehlung und Begeisterung von Fern & Byron zurück greifen, die 2017 bereits in Taiwan waren.

Somit bin ich von Manila nach Taoyuan geflogen und habe mich gleich in den erstbesten Bus gesetzt um nach Taichung zu gelangen. Dort habe ich mich mit Teresa wiedergetroffen, die ich auf den Philippinen kennengelernt habe. Sie hat mich abends zum Night Market mitgenommen und mich dort gleich mal mit Bubble Tea & „Stinky Tofu“ bekannt gemacht: fermentierter Tofu, der seinem Namen gerecht wird, denn man riecht ihn schon von Weitem. Natürlich habe ich ihn auch gekostet – nun ja, spontan würde ich sagen er schmeckt nach „Schweißsocken“ (auch wenn ich diese noch nie gekostet habe) – kurz um: einmal und nie wieder!

Am nächsten Tag habe ich jedoch gleich Frieden mit der Küche Taiwans geschlossen, da deren Frühstück einfach köstlich ist: Sojamilch, Radi-Kuchen, Palatschinken mit Rührei!

Anschließend war ich im Rainbow-Village, einem kleinen Dorf am Rande von Taichung, welches in vielen bunten Farben erstrahlt. Generell war es der Plan, diese wenigen Häuser abzureissen um größere Gebäude zu bauen. Jedoch hat sich der ehemalige Soldat, Huang Yung-Fu dagegen gewehrt und begonnen, die Häuser zu bemalen. Sie wurden immer bekannter und ihre Wichtigkeit auch von der Universität analysiert, da seine Malereien gute Laune bei den Betrachtern hervorrufen.

Die nächsten 2 Nächte habe ich bereits in Kaohsiung verbracht, der drittgrößten Stadt in Taiwan.

Dort habe ich das buddhistische Kloster Fo Guang Shan besucht mit unzähligen Buddha-Statuen und verschiedenen Gebetshallen, welches ungefähr 1 Stunde außerhalb der Stadt liegt. Leider ist das nahegelegene Buddha Museum am Dienstag geschlossen – und natürlich war ich genau an einem Dienstag vor Ort. Somit konnte ich den großen Buddha nur von der Ferne bestaunen.

Jedoch habe ich mir davon nicht die Laune verderben lassen und bin zurück nach Kaohsiung um die kleine Insel Cijin mit dem Rad zu erkunden. Wobei ich das Rad gar nicht gebraucht hätte, da die Insel tatsächlich so klein ist, dass man locker alles zu Fuß gehen kann.

Danach bin ich im Kunstviertel der Stadt „Pier 2 Art District“ auf die Suche nach den unzähligen Malereien auf den verschiedensten Häusern gegangen. Kurz bin ich auch mit einem amerikanischen Künstler ins Gespräch gekommen, der dort gerade am Werk war.

Meine Reise ging am nächsten Tag weiter nach Donggang, von wo aus ich einen Tagesauflug nach Liuqiu (auch Xiaoliuqiu, Little Liuqiu oder Lamay Insel genannt) gemacht habe. Dort bin ich – auf Empfehlung eines Bekannten, den ich auf den Philippinen getroffen habe – zum „Blumenvasenstein“ gegangen, wo man mit riesigen Grünen Meeresschildkröten schnorcheln/tauchen kann. Nun, ausgerüstet mit Schnorchel und Taucherbrille habe ich mich gleich ins Wasser begeben, jedoch keinerlei Schildkröten gesehen. Etwas unrund habe ich mir dann mal wieder ins Gedächtnis gerufen, dass es eben Tiere in freier Wildbahn sind, die nicht auf Bestellung wie im Zoo auftauchen werden. Ich wurde allerdings keine 2 Minuten später eines besseren belehrt, da nämlich plötzlich neben mir eine mind. 1,5m große Schildkröte geschwommen ist. Und siehe da, mit ein wenig Geduld war ich auf einmal von 4 Schildkröten umgeben, inklusive einem kleineren Jungtier. Es war ein so tolles Erlebnis, diese anmutigen Tiere so nah zu beobachten!

Glücklich und zufrieden habe ich meinen Weg fortgesetzt um am nächsten Mittag von Kenting aus die nächste Insel zu besuchen – Lanyu oder auch Orchideen-Insel.

Die Insel ist entweder mit dem Schiff oder Flugzeug erreichbar. Ich habe mich fürs Schiff entschieden, obwohl ich in vielen Blogs gelesen habe, dass es eine herausfordernde Überfahrt sein kann und viele Passagiere seekrank werden. Tja, es war eine sehr interessante Fahrt mit hohen Wellen, was zur Folge hatte, dass die typischen Geräusche von sich übergebenden Menschen nicht lange auf sich warten ließen – so ungefähr nach 10 Minuten der insgesamt 2 stündigen Fahrt gingen sie los! Somit habe ich meine Kopfhörer genommen, Musik gehört, die Augen geschlossen und mich mit Erfolg gegen die Übelkeit gewehrt 🙂

Lanyu ist nicht wirklich touristisch und ich habe nur wenige Unterkünfte online gefunden. Daher bin ich ohne Reservierung angereist und hab im empfohlenen Lanyu Backpackers Hostel übernachtet. Die Besitzerin spricht – verglichen zu ihrem Ehemann – zumindest ein paar wenige Worte Englisch. Jedoch haben wir uns mit einer Übersetzungs-App gut unterhalten können. Speziell auf Lanyu habe ich gemerkt, wie hilfreich diese technischen Hilfsmittel sind.

Mit meinen neuen Moped-Fahrkünsten habe ich mir für 2 Tage eines ausgeliehen um die Insel zu erkunden. Obwohl das Wetter am ersten Tag nicht so berauschend war, habe ich mich auf Anhieb in die Insel, ihre Bewohner und die Landschaften verliebt und unzählige Stopps eingelegt um Fotos zu machen, die Aussicht zu genießen oder zu rasten. Die Farbe des Meeres, aber auch die vielen grünen Hügel sowie Steinformationen waren einfach beeindruckend und wunderschön.

Die Hostel-Besitzer waren trotz der Sprachbarriere stets um mein Wohlbefinden bemüht, sodass mich die Besitzerin eines Tages plötzlich kurzerhand auf eine kleine Spritztour zu einem Aussichtsturm sowie einen gemeinsamen Kaffee eingeladen hat. Am selben Tag abends hat mich ihr Ehemann dann zum Fliegenfische fischen mitgenommen. Es war so toll und beeindruckend die Fische fliegen zu sehen, dass ich keinen mehr fangen wollte 🙂

Wie schon erwähnt, war es – speziell in meiner ersten Woche – sprachlich nicht immer einfach in Taiwan. Obwohl doch viele Einheimische Englisch sprechen, sind sie eher ein sehr schüchternes und zurückhaltendes Volk, was dazu führt, dass sie sich oft nicht kommunizieren trauen. Ich habe auf meinem Weg vom Flughafen Richtung Süden bis Lanyu nur eine handvoll internationale Reisende getroffen. In den jeweiligen Unterkünften waren zwar stets andere Reisende, jedoch meist aus Taiwan selbst, China, Japan oder Korea. Somit war wieder eine gewisse Sprachbarriere da, welche dazu geführt hat, dass ich wenig „soziale Kontakte“ anfangs hatte.

Speisekarte / Menu

Umso mehr hat es mich gefreut, als ich an meinem letzten Tag auf Lanyu XiaoQian kennengelernt habe. Sie hat chinesische Wurzeln ist jedoch in Malaysien aufgewachsen und hat 10 Jahre in Australien gelebt – und ganz nebenbei ist sie auch Diätologin. Eine Berufskollegin vor mir zu haben, war nochmal super interessant und speziell. Ich kann gar nicht genug hervorheben, wie dankbar ich für diese Begegnung war, da ich mich einerseits wieder mit jemanden „normal“ (ohne Sprach-App) unterhalten konnte, andererseits hat sie mein Leben bzgl. Sprachbarriere unheimlich erleichtert, da sie natürlich der chinesichen Sprache mächtig ist.

Ich habe mich dann kurzerhand entschlossen, am nächsten Tag nicht zurück aufs Festland zu fahren sondern einen 2-nächtigen Zwischenstopp mit XiaoQian auf Lüdao oder auch Green-Island zu machen, welche am Weg zwischen Lanyu und Festland liegt. Diese Insel ist viel bekannter und daher auch touristischer. Da ich mein Herz bereits an Lanyu verschenkt hatte, war ich von Lüdao nicht mehr so beeindruckt, was jedoch vielleicht auch an den verregneten Tagen vor Ort zurückzuführen ist.

Immerhin haben wir dadurch den Green Island Human Rights Cultural Park besichtigt, ein ehemaliges Gefägnis mit interessanter Geschichte. Zum Glück hatte ich Xiao Qian dabei, die als meine Dolmetscherin fungiert hat, da eine Führung in Englisch nicht angeboten wurde und auch unsere Guides kein Wort Englisch sprachen.

Natürlich haben wir auch den Rest der Insel mit dem Moped erkundet und haben bei den bekanntesten Spots angehalten.

Unsere gemeinsame Reise brachte uns dann zurück aufs Festland nach Taitung, von wo aus es weiter nach Hualien ging, wo wir von Mr. Zhang, einem Einheimischen, welchen XiaoQian auf Lanyu kennengelernt hatte, begrüßt, herumgeführt und umsorgt wurden. Er hat uns zu verschiedenen, interessanten Plätzen gebracht (Taroko National Park, Der-Yen-Strand, Liyu See, etc.) und uns zu einem großen Familientreffen in einem „All you can eat-Hot Pot“ Restaurant mitgenommen, wir haben uns wie Königinnen gefühlt – herrlich.

Am nächsten Tag habe ich mich dann von Xiao Qian verabschiedet, jedoch war es kein endgültiger Abschied, da wir uns in Taipei vor ihrer Abreise aus Taiwan noch sehen sollten.

Ich bin also nach Ruifang mit dem Zug und dann mit dem Bus weiter nach Jioufen gefahren. Jioufen liegt in den Bergen im Nordosten von Taiwan, nur ca. 1,5 Stunden von der Hauptstadt entfernt, daher wird es auch oft nur als Tagesausflug von vielen Touristen angesteuert. Ich habe jedoch in dem beliebten Ort, der bekannt für seine engen Gassen, Teehäuser und früheren Goldminen ist, gleich 3 Nächte verbracht. Obwohl die erwähnten engen Gassen ab mittags mit Touristen überfüllt sind, hat mich der Charme dieses kleinen Ortes einfach fasziniert.

In der näheren Umgebung, entlang der Küste, habe ich einen Tag gemeinsam mit Ina aus Deutschland verbracht und die dortigen Hotspots erkundet: Goldenen Wasserfall, die Mündung vom goldenen Wasserfall ins Meer und dessen Wasserverfärbung sowie die Nanya Rocks.

Nachdem ich also die Idylle in meinem Hostel (My Story Inn) in Jioufen genossen habe, habe ich mich auf den Weg nach Taipei gemacht, die Hauptstadt Taiwans.

Die ersten beiden Tage habe ich dort alleine verbracht und bereits einige Sehenswürdigkeit besucht, bevor ich Terese aus Holland, die ich 2015 in Indonesien kennengelernt habe, begrüßen konnte. Wir haben uns seit unserem Kennenlernen jedes Jahr wiedergetroffen und sind gemeinsam gereist (Bratislava & Bukarest) bis irgendwann die Idee geboren wurde uns in Taipei zu treffen. Wir hatten 3 gemeinsame Tage bevor ich Taiwan verlassen und sie den Rest der Insel bereisen würde.

Natürlich haben wir gleich an unserem ersten Abend einen Night market besucht um uns durch die verschiedenen kulinarischen Angebote zu essen. Am nächsten Tag haben wir gemeinsam den Elephant Mountain „erklommen“ um die Aussicht auf das bis 2010 höchste Gebäude der Welt zu genießen, Taipei 101 (heute ist der Burj Khalifa das höchste Gebäude, welchen ich am Beginn meiner Reise in Dubai bestaunen durfte). Anschließend sind wir auch noch direkt zum Taipei 101 hingegangen und haben uns später einen Tee im unweit entfernten W-Hotel geleistet um eine tolle Aussicht über die Stadt als Draufgabe zu bekommen.

Am 6. Mai war dann mein „großer Tag“ – da ich am Abend am Worldrun  (https://www.wingsforlifeworldrun.com/at/en/) teilgenommen habe. Bevor wir uns allerdings auf den Weg nach Taoyuan, dem Veranstaltungsort gemacht haben, haben wir uns am Vormittag noch den Longshan Tempel, Freiheitsbogen, Nationaltheater und Nationale Konzerthalle sowie die Chiang Kai-Shek Gedächtnishalle angesehen.

Der Wings For Life Worldrun ist ein internationaler Charity-Lauf (die Startgebühren gehen zu 100% an die Rückenmarksforschung), an dem weltweit mehr als 100.000 Menschen zur selben Zeit starten um von der beweglichen Ziellinie, dem Catcher-Car, abgefangen zu werden.

Taiwan ist der einzige Austragungsort in Asien für diesen Lauf – dessen Hauptsponsor Redbull ist -, somit habe ich meinen Aufenthalt natürlich so geplant, dass eine Teilnahme möglich ist.

Nachdem ich mich also vor Ort unglaubliche 2,5 Stunden (!!) anstellen musste um meine Startnummer abzuholen, und diese dann erst 30 Minuten vor dem Start endlich in Händen hielt, konnte ich die geplante Erholung für meine Beine abschreiben. Somit habe ich mich ziemlich abgekämpft noch rechtzeitig kurz vor 19Uhr an den Start begeben um für diejenigen zu laufen, die es nicht können. Obwohl es ein kleiner Kampf gegen die hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze wurde, konnte ich mein erklärtes Ziel von 10km klar übertreffen, denn das Catcher-Car hat mich bei exakt 13,13km überholt und somit meinen Lauf beendet. Es war wie immer ein großartiges Gefühl dabei zu sein, an meine Grenzen zu gehen und oben drauf in einem anderen Land teil von diesem einzigartigen Event zu sein.

Am Tag danach musste ich mich auch schon wieder von Terese verabschieden, da sich unsere Wege trennten und ich mich am Weg nach Hong Kong gemacht habe.

Am Flughafen kam es noch zu einer ungeplanten und unverhofften zufälligen Begegnung mit Owen, den ich im Februar beim Freiwilligen-Projekt in Nepal kennengelernt habe: ich habe gerade meine letzten Taiwan Dollar in einem kleinen Supermarkt angebracht, als ich am Weg zur Kassa plötzlich an ihm vorbeigegangen bin. Wir konnten es beide kaum glauben und haben die nächste Stunde damit verbracht uns über die vergangenen Wochen zu berichten.

Nach 3 Wochen in Taiwan kann ich dieses Land nur jedem ans Herz legen!

– absolut sehenswert auf Grund der Vielfalt von Natur, Architektur, Kultur und Sauberkeit

– nette & hilfsbereite Einheimische, auch wenn die erwähnte Sprachbarriere anfänglich eine Herausforderung war (vor allem bei der Essensauswahl)

– köstliches Essen: ich habe mich ja in die Frühstücks-Palatschinken mit Rührei verliebt!

– unkomplizierte & pünktliche öffentliche Verkehrsmittel mittels Bus, Zug oder Metro

Daher sollte Taiwan meiner Meinung nach unbedingt auf die Hitliste für Asien-Reisen aufgenommen werden, denn es hat wahrlich so viel mehr zu bieten als nur „Made in Taiwan“!

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TAIWAN: MORE THAN „MADE IN TAIWAN“

I don‘t know how many times in my life I have read „made in Taiwan“ somewhere – but honestly, long time I didn‘t even know where to locate this country in Asia.

Well, this island is located East of China, approx.180km away from the coast and it isn‘t even half as big as Austria (and my home country is already small) yet has 2,5 times more residents.

As I always wanted to run the Wings For Life Worldrun in Taiwan, it has been on my travel-itinerary quite some time (read more about that later).

And similiar to some other places on this trip I could rely on the recommandations and enthusiasm of Fern & Byron, who have been traveling in Taiwan 2017.

I flew from Manila to Taoyuan and made my way down to Taichung with the first available bus at the airport to meet up with Teresa who I have met in the Philippines. She has taken me to the Night Market and introduced me to Bubble Tea & „Stinky Tofu“: fermented tofu, which meets its name as you can smell it from afar. I have had the opportunity to taste it: once and never again – it tastes like sweaty socks (even though I have no clue how they taste)!

Bubble Tea

Luckily already the next morning I have been able to make peace with the taiwanese cuisine as they offer delicious breakfast: soy milk, raddish-cake, savory pancake with scrambled eggs on top!

Before leaving Taichung already again the following day I have visited Rainbow Village, a couple of houses which is gleaming in various colours. Back in the years there was the plan to remove these houses to build bigger buildings instead. However the former soldier Huang Yung-Fu resisted against this plan in painting the houses and therefor making them super popular. And even the university did a research on Rainbow Village as the different paintings make the people feel more happy.

The following two nights I have spent in Kaohsiung, third biggest city in Taiwan where I have visited the buddhist monastery Fo Guang Shan with its countless Buddha-statues and various praying halls. Unfortunately the nearby Buddha museum is closed on Tuesday – and as I have been there on a Tuesday I could only spot the famous big Buddha from the distance.

Still in the explorer-mood I have made my way back to the city to visit the small island Cijin and cycle around. Actually I wouldn‘t have needed the bicycle as the island is really so small and you can easily walk everything.

Back in Kaohsiung I have been to the art district „Pier 2 Art District“ before sunset to spot the various murals on the different houses. I even had the opportunity to talk to an american artist who was in the middle of painting one mural and showed me some finished ones.

The following day I have continued my journey to Donggang, to go to Liuqiu (also named Xiaoliuqiu, Little Liuqiu or Lamay Island) for the day. A travelfriend I have met in the Philippines recommended to go there and make my way to the Flower Vase Rock to snorkel with giant green sea turtles. So once I have reached the beach I have made my way into the water with my rented snorkel and goggles. Unfortunately I have been swimming around 5 to 10 minutes already without spotting a single turtle. Hence I have been a bit grumpy and reminded myself that I want to see animals in the wild which aren‘t showing up like in the zoo. So I have continued to swim around and wished to be lucky – and how lucky I have been just 2 minutes later, as there has been a sea turtle swimming next to me, almost 1,5m big. At the end I have been surrounded by 4 green sea turtles including a baby one. What an amazing and crazy experience!

My next stop the following day has been Lanyu or Orchid Island.

You can either take the plane or the boat to get to this island east of Taiwan. I have opted for the boat even though I have read in several blogs how bumpy the ride might be and that almost everyone is getting seasick. It has truly been an interesting boatride with quite some big waves, hence only 10minutes after leaving the shore I have heard the typical sounds of people throwing up. This has been the call for my headphones to listen to some music, close my eyes and successfully fight against the seasickness 🙂

Lanyu isn‘t really touristy at all that‘s why I have found only some expensive accommodations online. Hence I have arrived there without a reserveration and followed the directions of a friend to find Lanyu Backpackers Hostel and stayed there. The owner is speaking a few words in English, her husband doesn‘t speak any at all. However thanks to a translation-app we have managed to communicate with each other pretty well.

The only way to explore the island is to rent a scooter and drive around which I have been doing two days in a row. Even though the weather has been grey and not that great the first day Lanyu, its landscape, nature and residents have stolen my heart right away. I have made several stopps both days as I have been so impressed by the colours of the sea, all the green hills as well as the several stone formations.

cof

One day the hostel owner spontanously has taken me on a tour to a part of the island which I haven‘t seen so far which has been really amazing and funny. The same day in the evening her husband has offered me to take me on his boat in the evening for free to catch some flying fish. Of course I have thankfully taken this opportunity. Well, I haven‘t caught any fish as I loved watching them flying over the sea hence I didn‘t want to stop them from doing this 🙂

As I have mentioned before already Taiwan hasn‘t been easy languagewise – especially in my first week there. Even though many locals do speak English they are too shy and cautious or afraid to talk to you a lot of the time. On my way from the airport South and until Lanyu I haven‘t met many other international travellers. There have been many other travellers in the different accommodations but mostly people from Taiwan, China, Japan or Korea. Hence there has been a language barrier which has made me feel like a hermit crab without having a lot of social contacts. Therefor I have been so lucky when I met Xiao Qian on my last day on Lanyu. She has chinese roots, has grown up in Malaysia and been living in Australia the last 10 years – and on top of all she is a dietitian too! It has been super interesting and special to meet a colleague 🙂 I can‘t even really express how happy and thankful I have been to meet her and have somebody to talk to (without an app) on one hand but also how much easier she has made my life and the language-problems as she speaks chinese.

Spontanously I have decided against going back to the mainland – and made a stop at Lüdao or Green Island (which is located between Lanyu and the mainland) for 2 nights together with Xiao Qian. Lüdao is more famous than Lanyu and therefor more touristy. But as I have fallen in love with Lanyu already I haven‘t been really impressed by Lüdao.

We have visited the Green Island Human Rights Cultural Park, a former prison with really interesting history. Luckily I have been with Xiao Qian who has translated the main information for me as there is no English tour nor an English speaking guide. Afterwards we have discovered the rest of the island with the scooter and stopped at several sights.

We have continued our journey together to the mainland to Taitung and Hualien where we have been picked up and showed around by Mr. Zhang, a local who Xiao Qian has met on Lanyu. He has taken such good care of us with showing us various interesting places (Taroko National Park, Liyu Lake, Der-Yen Beach, etc.) as well as taking us to a big family-gathering at an „all-you-can-eat-hot-pot“-place, we have felt like queens – amazing!

Next day I have said goodbye to Xiao Qian as we had different travel destinations but we both knew that we would see each other again in Taipei before leaving the country.

So I have made my way to Ruifang by train and got off there to change on a bus to Jioufen which is located in the mountains in the Northeast of Taiwan, approximately 1,5 hours away from Taipei. Hence many tourists are going there as a day trip staying in Taiwans capital. This mountain town is famous for its narrow streets, tea houses and former gold mines. Even though the town is packed with tourists every day starting around noon time I have stayed there for 3 nights as I just liked this charming place.

At the nearby coast I have spent one day together with Ina from Germany and visited the hotspots: golden waterfall, Nanya Rocks and Bitoujiao trail.

After I have enjoyed the nice atmosphere at my hostel in Jioufen (My Story Inn Jioufen) it was time to make my way to Taipei, my last stopp in Taiwan. My first two days there I have spent alone, already visiting some sights and places before welcoming Terese from the Netherlands, my lovely friend who I have met in Indonesia. Since 2015 we have managed to catch up every year and travel together (Bratislava & Bukarest) and one day we had the idea to meet up in Taipei to spend 3 days together.

We have made our way straight to a night market on our first evening together to eat ourselves through the culinary offers of Taiwan. The next day we have climed the Elephant Mountain for an amazing view of the highest building in the world until 2010 – the Taipei 101 (today the Burj Kalifa in Dubai, which I have visited at the beginning of this trip, is the highest building). Afterwards we have walked closely to the Taipei 101 and treated ourselves with an afternoon-tea at the nearby W-Hotel for a fantastic overview of the city.

May 6th has been my „big day“ – as I have participated in the Worldrun (www.wingsforlifeworldrun.com) in the evening. So as there was still some time to kill before making our way to Taoyuan where the race took place we have visited the Longshan Temple, Arch of the Liberty Square, National Theatre, National Concert Hall and the Chiang Kai-Shek Memorial Hall.

The Wings For Life Worldrun is an international charity run (100% of the entry fee is used for the research of spinal-cord research) with more than 100.000 participants worldwide who are all running at the same time being caught by the moving finish-line, the catcher-cars. As I have already taken part in this unique event the past 3 years in Austria – which main sponsor is Redbull – I didn‘t want to miss it in 2018. Taiwan is the only location in Asia for a live run that‘s why I have timed my stay in this country accordingly to participate.

After I have been in line to pick up my race-number unbelievably 2,5 hours (!!) and gotten it 30 minutes prior to the start sign I haven‘t been able to relax or give my legs some rest. So I have stressed myself to get ready and made it to the starting line on point a few minutes before 7pm to run for those who can‘t. Even though it has been a little fight against the humidity and heat I have reached my goal of running 10km by far as the catcher-car has caught me at 13,13km exactly. Similiar to the years before it has been an amazing feeling to be part of this great event in another country and push myself to my limits.

The next day I had to say goodbye to Terese as she was staying in Taiwan and I making my way to Hong Kong.

After I have checked-in at the airport I went to a supermarket to spend my last few Taiwan Dollars buying some snacks as on my way to the cashier I have bumped into Owen – a friend who I have met at the volunteering in Nepal in February. What an unexpected coincidence which we both couldn‘t believe at all! The next hour we have spent together updating eachother on our last couple of weeks.

After 3 weeks in Taiwan I can highly recommend this country to everyone! Why?

– absolutely well worth seeing due to its diversity of nature, architecture, culture and cleanliness

– friendly and helpful locals (even though the language barrier has been a challenge in the beginning as mentioned above – especially for food-choices)

– delicious food: personally my favourite dish are the breakfast-pancakes with scrambled eggs!

– public transport is easy and on time no matter if you are taking the train, bus or metro.

That‘s why everyone should put Taiwan on his list if travelling in asia as it has so much more to offer than „made in Taiwan“!